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DINKELSBÜHL
(ml) - 14 Modellbahnanlagen ließen am Wochenende
die Herzen der Modellbahnfans in der Dinkelsbühler
Schranne höher schlagen. Zu den dritten "Dinkelsbühler
Modellbahntagen", kurz "DiMoTa", kamen
zwar etwas weniger Besucher als vor drei Jahren, aber
trotzdem herrschte vor allem an den beiden Nachmittagen
dichtes Gedränge an den Gleisen und Verkaufsständen.
Das
Startsignal hatte Bürgermeisterin Hildegard Beck
am Samstagmorgen gegeben. Dass die Wirtschaftsflaute auch
an den Liebhabern der Modelleisenbahnen nicht spurlos
vorbeigeht, hatten schon andere Veranstalter in den letzten
Monaten zu spüren bekommen. Der Vorsitzende der Modell-
und Eisenbahnfreunde Dinkelsbühl, Herbert Seibel,
hatte deshalb schon mit etwas geringerem Interesse kalkuliert.
Die Veranstaltung war aus diesem Grund auch räumlich
etwas gestrafft worden. Fanden bisher Ausstellung und
Börse in verschiedenen Räumen statt, wurden
heuer Händler, Vereine und Aussteller in den beiden
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Schrannensälen
vereint.
Es wurde zwar viel gekauft, so die Beobachtung von Seibel,
aber eher Artikel, die weniger als 100 Euro kosten. "Loks
für 200 bis 300 Euro laufen überhaupt nicht".
Und weil gucken nichts kostet, galt das Hauptaugenmerk der
Besucher den 14 Modellbahnanlagen: " Alles unter Dampf"
war zum Beispiel das Motto von Hans-Heinrich Schubert aus
Höchstadt an der Aisch, der mit seiner detailverliebten
"Waldbahn" samt Sägewerk und dampfbetriebenem
Materiallift nach Dinkelsbühl gekommen war.
Bei Denjenigen, denen das "Modell" in der Modelleisenbahn
sehr wichtig ist, werden Lokomotiven und Gleise fast zur Nebensache.
So wie bei Karl Gebele aus Nördlingen, der mit seinem
Bergsee nebst Wasserfall und einer munteren Zecherrunde in
der "Klosterschänke" die Blicke auf seine Landschaft
zog.
Neben "alten Hasen" war auch der Nachwuchs dabei.
Das Gymnasium aus Neresheim und die Eichendorff-Schule zeigten
die Anlagen ihrer Modellbahngruppen. Mit vier Anlagen waren
die Gastgeber selbst vertreten. Während es auf der Spur-I-Anlage
rund
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um den Dineksbühler Bahnhof verschiedene neue Details
gibt, wird die H0-Anlage derzeit einer Runderneuerung unterzogen.
Neben der Arbeit an der Modell- Landschaft hatten die Mitglieder
- 54 Erwachsene, 12 Jugendliche - eine Menge Organisationsarbeit
zu schultern.
Rund eine Woche war ein Lastwagen unterwegs, um die Ausstellungsanlagen
in ganz Süddeutschland abzuholen. 15 000 Einladungen
hatten Vereinsmitglieder in den letzten Monaten auf anderen
Ausstellungen verteilt. Dass die Besucher von zum Teil weither
kamen, führt Seibel nicht allein auf das Angebot in der
Schranne zurück. Mit der Einbeziehung der mit Modellbahnen
dekorierten Schaufenster und Gaststätten habe man den
Gästen etwas einmaliges bieten können.
Während die Anlagen in der Schranne bereits gestern die
Heimreise antraten, bleiben die von den Vereinsmitgliedern
gestalteten Schaufenster noch dekoriert. Die Händler
und die Stadt, rät Seibel, sollten damit Werbung machen.
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